Die drei Kriminalromane um den Zürcher Ermittler Pascal Felber sind zwischen 2018 und 2021 entstanden und weichen in ihrer Schemagebundenheit von meinen anderen Texten ab, wenngleich auch hier die übliche philosophisch-pessimistisch-humoristische Grundstimmung, eine gewisse Resignation gegenüber der Komplexität der modernen Lebenswelt und eine absurde Note spürbar wird.

Marc Späni
Trümmlig. Kriminalroman.
Gmeiner, Messkirch 2018
Kartoniert, 250 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2349-9
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Am Stadtrand von Zürich wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie hatte über eine Internetplattform einen Fotografen kennengelernt, der ihr eine Modelkarriere in Aussicht stellte. Eine dubiose Hackerorganisation kündigt an, den Täter vor der Polizei zu finden und selber zu richten. Doch dann taucht eine Schülerin auf, die sich ebenfalls mit einem Modefotografen verabredet hat. Entgegen den Bedenken seiner Vorgesetzten will der Ermittler Pascal Felber die junge Frau, im Rummel des Zürcher Knabenschießens, als Köder einsetzen.
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Marc Späni
Lämpe. Kriminalroman
Gmeiner, Messkirch 2020
Kartoniert, 313 Seiten
ISBN: 978-3-8392-2580-6
Ein Brandanschlag in einer Gemeinde im Zürcher Oberland. Eine Frau wird verletzt, ein tunesischer Architekt und seine fünfjährige Tochter sind spurlos verschwunden. Sind die beiden verunfallt, auf der Flucht oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Während Zivilschutz und Polizei systematisch die idyllische Gegend absuchen, durchleuchtet Felber das Bauprojekt, mit dem sich der Verschwundene beschäftigt hat. In diesem Zusammenhang tauchen alte Bekannte auf, die Felber nicht erwartet hätte.
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Marc Späni
Zünftig. Kriminalroman.
Gmeiner, Messkirch 2021
Kartoniert, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8392-0096-4
Die Suche nach dem Mörder seiner Frau führt Kommissar Pascal Felber tief hinein ins Milieu der traditionsreichen Zürcher Zünfte. Hier stößt er nicht nur auf Vetternwirtschaft und Begünstigung, sondern deckt auch Verbindungen zu einem Sektendrama auf, das vor über 20 Jahren die Schweiz erschüttert hat. Doch während Felber der Auflösung seines persönlichen Falls immer näher kommt, verliert er zusehends die Unterstützung seiner Vorgesetzten – und gerät selbst ins Visier der ermittelnden Kollegen.
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Nachruf auf Pascal Felber
Mit Pascal Felber, dem Kommissar,
hab ich mich, mehr als drei Jahr,
vor allem mit Verbrechen befasst,
Opfer getötet und Täter gefasst.
Der Krimi ist eine ganz eigene Welt,
die klare Forderungen stellt.
Dass etwa immer die Gerechtigkeit siegt,
nur weil dem Leser daran liegt,
das ist nicht unbedingt meine Sicht.
Auch find’ ich, geht’s um mehr im Leben,
als wer wen umbringt und weswegen.
Ist Felber nun Vergeltung beschieden,
hat er endlich seinen Frieden?
Gelöst den Mord an seiner Frau,
den Mörder gestellt, die feige Sau,
ihn dingfest gemacht, der Justiz zugeführt,
hat er überlebt, hat er Rache geübt,
ist er heiliggesprochen oder erschossen?
Lies selber – der Fall ist abgeschlossen.
Nicht nur für ihn, auch für mich ist’s vorbei,
und zwar mit der Krimischreiberei.
Ich will zurück zu anderen Projekten,
nicht mehr nur Mord und Mobbing und Sekten,
Experimentelles will ich machen,
Theatertexte und kürzere Sachen,
absurde Geschichten, feilen am Stil,
mehr publizieren wär auch ein Ziel.
Mal sehn, wohin die Reise geht.
Mal schauen, was da noch entsteht.
Juni 2021